Baumaßnahmen behindern ÖPNV – Seniorenbeirat fordert Ersatzverkehr

Baumaßnahmen behindern den ÖPNV – Seniorenbeirat fordert Ersatzverkehr

Auf Grund des Plenarbeschlusses vom 17.9.2026 hat der Vorsitzende Prof. Dr. Heinz-Günther Borck am 18.9.2026 den Oberbürgermeister gebeten, auf eine kundenfreundliche Regelung für die betroffenen Personenkreise hinzuwirken:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Seniorenbeirat hat auf seiner Plenarsitzung am 17.9.2026 mit großem Befremden auf das Schreiben der koveb vom 1.9.2026 an die Bewohner der Karthause reagiert. 

Die darin enthaltene lapidare Feststellung:

“ Bushaltestellen in der Rüsternallee und Karl-Härle-Straße entfallen während der Baumaßmahmen. Hinweise zu alternativen Haltestellen werden an den betroffenen Bushaltestellen angebracht.“

lässt erkennen, dass sich niemand Gedanken über die Auswirkungen für die betroffenen Fahrgäste gemacht hat. Das gilt vor allem für die Haltestelle Karl-Härle-Straße, die bekanntlich am Haupteingang der Alteneinrichtungen der de Hayeschen Stiftung liegt. Der Hinweis, man solle zur Pionierhöhe laufen, ist für viele stark mobilitätseingeschränkte Personen eine Zumutung, zumal oft die Linie 2 vom Altenheim aus zum Besuch des – nun nicht mehr erreichbaren – Einkaufszentrums genutzt wird. Angesichts des hohen Durchschnittsalters im Bereich des Karthäuserhofgeländes überhaupt (16,7 % über 80 Jahre , verglichen mit dem Stadtdurchschnitt von 7,4%) dürften auch zahlreiche Menschen außerhalb der Alteneinrichtung mobilitätseingeschränkt und daher von der Haltestellenstilllegung betroffen sein.

Offenbar ist trotz der sonst so oft betonten Kundenfreundlichkeit des ÖPNV niemand auf den Gedanken gekommen, den ohnehin schon eingerichteten und wenig genutzten Zubringerdienst (Shufflebus) an der Zeisigstraße entsprechend einen Kilometer weiter auf die Kreuzung Karl-Härle-Straße/Karthäuserhofweg auszudehnen!?

Abschließend sei bemerkt, dass bei Berücksichtigung der vom Seniorenbeirat seit Jahren vorgebrachten Wünsche zur Beachtung der Prinzipien moderner vernetzter und bedarfsgerechter Mobilität, sprich: der sogenannten „alternativen Verkehrsbedienung“, die hier vorliegenden Probleme überhaupt nicht entstanden wären.

Ich wäre Ihnen  – und da trage ich Ihnen den  einstimmigen Wunsch des Plenums vor – sehr dankbar, wenn Sie auf eine zeitnahe und kundenfreundliche Regelung der hier anstehenden Fragen hinwirken könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Prof.Dr.Heinz-Günther Borck

Vorsitzender